Eine-Welt-Projekte

 

Als Christen ist es uns seit Jahren ein Anliegen nicht nur hier vor Ort zu helfen, sondern auch Projekte außerhalb von Schwadorf zu unterstützen. Leider gibt es in unserer Gesellschaft immer noch Menschen, die unter unvorstellbaren Bedingungen leben müssen, sei es hier in Österreich oder im Ausland. 
 
Besonders betroffen von dieser Armut sind Kinder, die oft auf der Straße ums Überleben kämpfen müssen, sowie alte und kranke Menschen, denen die Mittel für das Nötigste fehlt (Geld für Essen, Heizung, Medikamente usw.).
Deshalb unterstützen wir als Pfarrgemeinde auch Projekte, die besonders auf diese Zielgruppen ausgerichtet sind.

 ________________________

 

Projekt "Malko Tarnovo" 

 

 

Malko Tarnovo (3527 Einwohner) ist die einzige Stadt im bulgarischen Teil des Strandsha-Gebirges. 
Lage: 470 km südöstlich von Sofia, 83 km südlich von Bourgas, 58 km südwestlich von Zarevo, 9 km vom Grenzübergang in die Türkei.

Im Verwaltungsbezirk gibt es 12 Siedlungen, die Größten sind die Stadt Malko Tarnovo und die Dörfer Gramatikovo und Zvezdec. Der Rest ist dünn besiedelt, mit schwacher Infrastruktur. Der ökonomische Zustand des Verwaltungsbezirkes zeigt keine optimalen Tendenzen der Entwicklung. Die Lebensgrundlage der Bevölkerung ist die Holzbearbeitungsindustrie. Landwirtschaft gibt es kaum. Der Handel ist wenig entwickelt, speziell in den Dörfern. Die Arbeitslosigkeit ist das ganze Jahr konstant hoch. Mit dem Schließen der Erz-Produktion und seinen begleitenden Industrien trat Massenabwanderung unter der arbeitenden Bevölkerung auf, die zum demographischen Kollaps führte. Im Jahre 1992 lebten ca. 6400 Einwohner in der Region, derzeit sind es nur mehr ca. 4800 Menschen.

Etwa die Hälfte der Einwohner von Malko Tarnovo sind über 65 Jahre alt und mehr oder weniger krank (Gefäß-, Herzkrankheit, Krebs, Bluthochdruck, Parkinson, chronisches Nierenversagen, Diabetes, Rheuma, chronische Lungenkrankheit ...), sie leben teilweise allein und sind als sozial schwach zu bezeichnen. Entsprechend hart sind die Bedingungen in den entfernteren Dörfern. Einige werden seitens der Regierung unterstützt, viele aber gehen leer aus.

Für die Gesundheitspflege in der Region sorgen vier Allgemeinmediziner. In der Notfallambulanz in Malko Tarnovo arbeiten Ärzte ohne Spezialgebiete. Wegen des Mangels an Fachärzten, müssen die Leute nach Bourgas und Sofia reisen. Die schlechte Infrastruktur, die großen Abstände zur regionalen Mitte und die schlechten Transportverbindungen behindern die ärztlichen Bemühungen für die Bevölkerung. Das städtische Krankenhaus hat 22 Betten für Nachbehandlung. Die fachkundigen Kliniken sind in Bourgas.

Besonders für Mädchen und Frauen im Alter von 20 bis 24 Jahren ist es schwer, Arbeit zu finden, die Arbeitslosenquote beträgt 70%. Außerdem wandern die meisten in die Großstädte ab, sodass nur ältere Leute und Kinder im Gebiet zurückbleiben.

Ein großes Problem stellt auch die Gruppe der Roma dar, die sich, aus ganz Bulgarien kommend, in den Wäldern des Nationalparks rund um die Region ansiedelt und sich, sowohl recht- als auch gesetzlos, recht und schlecht durchs Leben quält. Die schwache Sozial- und Gesundheitsvorsorge verursacht Isolation und macht die Erziehung und Ausbildung der Romakinder besonders schwierig.

Die griechisch-katholische Kirche „Sveta Troica“ in Malko Tarnovo wurde im Jahre 1862 gegründet. In der Pfarre wurde ein Kindergarten für bulgarische Mädchen und Knaben errichtet.

Mit dieser Pfarrgemeinde arbeitet die Pfarre Mannswörth  zusammen, um für die Kinder das Ausbildungsgeld bereit zu stellen. Das dorthin gespendete Geld wird persönlich an den Priester vor Ort übergeben. Dieser verteilt es, je nach Bedürftigkeit an besonders arme Kinder. Der Zuschuss ist an gewisse Regeln gebunden (z.B. regelmäßiger Schulbesuch).

Wofür momentan kein Geld zur Verfügung steht, ist für die Betreuung von alten und kranken Menschen (Brennholz, Medikamente, ...). 

Deshalb hat sich die Pfarre Schwadorf dazu entschlossen, bei diesem Projekt mitzuhelfen, um die Not vor Ort ein wenig zu lindern.

Mit Sicherheit werden wir versuchen, eine Reise zu organisieren, um uns ein genaues Bild von der Lage vor Ort zu machen. Herr Eberhart Riegler ist jederzeit bereit, uns dorthin zu begleiten. 

Wer Interesse hat, sich mit diesem Projekt näher zu beschäftigen, eventuell sogar einmal mit nach Bulgarien zu reisen, möge sich bitte mit unserem Pfarrer Richard Kager oder mit Wolfgang Herret in Verbindung setzen.

Eine neue Chance, unser Christsein im Alltag zu leben und einen Beitrag zur Solidarität mit den Ärmsten unserer Gesellschaft beizutragen.

 

Bildergalerie Malko Tarnovo

 

 ________________________

 

Projekt „Straßenkinder in Bukarest“

 

Dieses Projekt wurde von Frau Maria Fohringer aus unserer Nachbarpfarre Schwechat ins Leben gerufen und wird seit Jahren liebevoll von ihr betreut. Immer wieder kommt Frau Fohringer nach Schwadorf, um uns über den Stand in Bukarest zu informieren.



Bildergalerie Gemeineabend

Projekt Straßenkinder Bukarest

Bildergalerie Straßenkinder Bukarest

RUMÄNIEN-PROJEKT “NEUES SCHWECHAT-HAUS” IN BUKAREST

 ________________________

 

„Aktion Leben“

 

„Aktion Leben“ ist eine Bewegung für den Schutz des Lebens. Denn jeder Mensch ist einzigartig und gleich kostbar, sei er geboren oder ungeboren, jung oder alt, gesund, behindert, krank oder sterbend. „Aktion Leben“ widmet sich mit besonderer Erfahrung und Kompetenz vor allem dem Lebensbeginn. Und setzt sich dafür ein, dass Schwangerschaft und Geburt von allen Beteiligten positiv erlebt werden können. Schwangere Frauen werden in kritischen Situationen oder in einem Konflikt einfühlsam und respektvoll begleitet. Sammlungen für diese Aktion werden gesondert bekannt gegeben.

Weiter Information erhalten Sie unter
http://www.aktionleben.at/

 ________________________

 

„Strickaktion“

 

Seit geraumer Zeit stricken Menschen hier in Schwadorf für arme Menschen in Albanien, die besonders im Winter unter der Armut zu leiden haben, da Heizmaterial zu teuer ist. Die gestrickten Sachen (Schals, Hauben, Handschuhe, Socken u.s.w) werden gesammelt, in Kartons verpackt und gemeinsam verschickt.

Wer auch Spaß am Stricken hat und armen Menschen helfen möchte, oder wer Wolle übrig hat, möge sich bitte mit Josefine Boisits (Tel.: 02230/2650) in Verbindung setzten. 

 

 ________________________

 

Wenn auch Sie mithelfen wollen, eines dieser Projekte zu unterstützen, bringen Sie die Sachspenden bitte in die Pfarrkanzlei oder bei Geldspenden verwenden Sie bitte folgendes Spendenkonto unter der Angabe des Verwendungszweckes „Casa Renascer“ oder „Straßenkinder in Bukarest“:


Caritas, 2432  Schwadorf
Kto. Nr.: 253.105.995.00 bei Sparkasse BLZ 20216


Danke!