Unsere Pfarrkirche

   


Unsere Pfarrkirche
"Mariä Himmelfahrt" ist ein sehr altes Gotteshaus. Der Baukern geht auf die Zeit vor 1200 zurück (spätromanisch-frühgotisch). 1246 wird Schwadorf erstmals als Pfarre urkundlich erwähnt. Damals gehörte unser - wie der gesamte Wiener Raum zur Diözese Passau. 
 

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In der Zeit der
"Türkenkriege" wurde unsere Kirche mehrmals zerstört, besonders gründlich 1529 bei der ersten Belagerung Wiens, dann wieder 1683. Im Zuge des Wiederaufbaues erfolgte eine erste Barockisierung, glücklicherweise nur oberflächlich: Von außen in der Mitte der Apsis ist noch das schöne frühgotische Maßwerk des alten Apsis-Mittelfensters zu sehen. Auch der Seiteneingang ist noch typisch frühgotisch. 1784 erfolgte eine Umgestaltung im so genannten "Zopfstil" (Übergang vom Rokoko zum Klassizismus), wieder nicht sehr intensiv. Arge Schäden erlitt unser Gotteshaus durch das "Schwadorf Erdbeben" vom 8. Oktober 1927. Die Renovierung dauerte bis 1936. Eine neuerliche Renovierung wurde 1963 begonnen und unter der Leitung und fachlichen Betreuung des Bundesdenkmalamtes sowie des Bauamtes der Erzdiözese Wien 1982 abgeschlossen. Die letzte Innenrenovierung erfolgte im Jahre 2002.
 

Der grazile
"Zwiebel Turmhelm" - früher gab es eine schlanke vierseitige Pyramide - wurde 1831 aufgesetzt.

Die
"Turmuhr" war früher eine Sonnenuhr. Im Jahre 1814 wurde die Uhr vom baufälligen Turm des Schlosses abmontiert und am Kirchturm angebracht. 
Die heutige Turmuhr wurde im Jahre 1909 von der Gemeinde Schwadorf angeschafft.
 


Glocke 1

Glocke 2
 
Der Turm beherbergt
"5 Kirchenglocken" von denen nur die kleinste, das ist die Sterbeglocke aus dem Jahre 1779, die beiden Weltkriege überstanden hat und unter Denkmalschutz steht. Das neue Geläute konnte 1963 in der Glockengießerei St. Florian angeschafft werden. Auf Grund der finanziellen Unterstützung durch die Bevölkerung konnten insgesamt vier neue Glocken gekauft werden.

Glockenstimmung und Gewicht:
Glocke 1 /   F   / 991 kg
Glocke 2 /  As  / 622 kg
Glocke 3 /   B   / 417 kg
Glocke 4 / Des / 261 kg


Mit den Glocken 2, 3, 4, erklingt das wunderschöne 
"Gloria Motiv" As-B-Des.

Hörbeispiel Gloria Motiv




Mit den Glocken 1, 2, 3, erklingt das äußert machtvolle 
"Te Deum Motiv" F-As-B.

Hörbeispiel Te Deum Motiv



Mit den Glocken 1, 2, 3, 4, erklingt das wunderschöne Festgeläute, welches an besonderen Festtagen geläutet wird.

Hörbeispiel Festgeläute



 

Glocke 3

Glocke 4


Sterbeglocke 5

 


Das
"Seitenschiff" wurde 1692 errichtet, 1693 wurde das Mariahilf-Bild dort aufgestellt. Es ist eine gute Kopie des Passauer Mariahilfbildes von Lukas Cranach der Ältere (um 1500). Es hat den Ruf Schwadorfs als Marien-Wallfahrtsort begründet, weil es bald als wundertätig galt. Mitglieder des Kaiserhauses kamen oft hierher, so etwa Kaiserin Eleonora. Später kam ihre Enkelin, Kaiserin Maria Theresia, fast alljährlich nach Schwadorf. Viele kaiserliche Prinzen, darunter auch der spätere Kaiser Josef II., haben an diesem Marienaltar ministriert.
Wegen der vielen Wallfahrten gab es in Schwadorf um 1750 einen Pfarrer und zwei Kapläne!

Heute dient das Seitenschiff für Wochentags-Gottesdienste, der Aufstellung der Weihnachtskrippe und des Heiligen Grabes sowie als Ort des Taufbeckens. Im hinteren Teil wurde ein Aussprache- und Beichtzimmer eingerichtet. Auch heute kommen noch Wallfahrer hierher. Erst 1985 wurde unter den alten Votivtafeln eine neue aus der Bundesrepublik Deutschland angebracht.

Bildergalerie Gnadenbild „Maria-Hülf zu Schwadorf“

PDF-Download Gnadenbild „Maria-Hülf zu Schwadorf“
(12 MB)
 

 

Das Hochaltarbild "Mariä Himmelfahrt“ wurde um das Jahr 1600 von einem uns heute unbekannten Künstler geschaffen. Der Hochaltar selbst geht in seiner heutigen Form auf das Jahr 1937 zurück.
1980 erhielt die Kirche im Zuge der Innenrenovierung einen "Volksaltar“.


Der
"Kreuzweg" ist eine barocke signierte Werkstatt-Arbeit. 

 

Das "schmiedeeiserne Gitter", das den Kirchenvorraum mit dem Hauptschiff verbindet, stammt aus dem Jahre 1692.


Der
"stimmungsvolle Kirchenplatz" war früher – wie überall üblich – der Friedhof Schwadorfs. Einige alte Grabplatten befinden sich heute im Seitenschiff der Kirche. Der Friedhof wurde 1814 an seinen jetzigen Platz in die Himbergerstraße verlegt und im Jahre 2002 erweitert.

Friedhof
   


Eine Neugestaltung des
"Platzes vor der Kirche" wird im Zuge der Errichtung des neuen Pfarrzentrums in unmittelbarer Nähe der Kirche erfolgen.

Pfarrzentrum
  

 


Heute bietet unsere Kirche – obwohl oder vielleicht sogar deswegen, weil sie nicht sehr groß ist – einen harmonischen, heimeligen Gesamteindruck. Besucher von auswärts sagen oft, dass sie sich hier sofort heimisch und geborgen fühlen. Vor allem aber ist unser altehrwürdiges Gotteshaus Herz und Zentrum einer lebendigen Gemeinde Jesu, in der es eine Vielzahl von Gruppen und Gemeinschaften gibt, die gemeinsam versuchen, das Evangelium Jesu in seinem Geiste zu leben und für die künftigen Generationen weiter zu tragen.

Pfarrleben